Termine FB2 / Skippertraining Partnerschulen


Wir suchen Nachwuchs

Die Sail Austria sucht Prüferinnen und Prüfer für die Fahrtbereiche Fb2 und Fb3 in Österreich und Kroatien

 

Meldet Euch bitte bei Interesse bei uns unter office@sailaustria.at


14. April. Fb2 "Motor" Zusatz nun um 145 Euro!

 

Gemäss der am 8.5.2020  gültig gewordenen JachtVerordnung können Sie Ihren Fb2 "Segel" sehr einfach um die Berechtigung "Motor- und Segelantrieb" erweitenr.

 

Dazu müssen Sie lediglich einen  schriftlichen Test mit  12 Multiple Choice Fragen zum Thema MOTOR (gemäss aktuell gültigen Lernzielkatalog) beantworten.

 

Die Prüfungsgebühr der Sail Austria für diesen Test beträgt vergünstigte 145 Euro.

 

Fb2 und Fb3 Absolventen, die den Fb2/Fb3 Segel bereits durch die Sai Austria erhalten haben, bekommen den Fb2 "Motor" kostenfrei. 

 

Die Prüfung findet in unserem Büro in 2100 Korneuburg, Bisambergerstrasse 28 statt, gemäss aktueller Covis Verordnung kann die Prüfung einzeln abgenommen werden. 

 

Weitere Infos und Terminvereinbarungen erhalten Sie unter office@sailaustria.at


Saftey an Bord I – Rettungswestenpflicht

 Auch die besten der besten sind vor den Gefahren der unbändigen See nicht gefeit. Beim vergangenen Volvo Ocean Race wurde uns das Thema Sicherheit wieder traurig bewusst. Im Südpazifik kam es aufgrund des massiven Seegangs zu einer Patenthalse - just in dem Moment als John Fisher seine Life-Line bei 35-45 Knoten Wind aushängte und aufs Deck stieg. Das kostete ihm sein Leben.

 

Ein hoher Preis für den Sieg

 

Der zuvor letzte Todesfall beim Volvo Ocean Race war 2006: Hans Horrevoets wurde in der Nacht aus dem Cockpit geworfen, als er gerade seine Rettungsweste inkl. der Life-Line anlegte. Im November 2017 ein weiterer Todesfall. Beim “Clipper Round the World” ging Simon Speirs über Bord. In diesem Fall war er zwar eingehängt, aber der Karabiner brach. Er wurde kurze Zeit später ertrunken geborgen. 2018 ging Alex Gough über Bord, während er sich über die Schiffsseite lehnte, trug er keine Weste. Er konnte jedoch lebend gerettet werden. Die Todesfälle der jüngeren Vergangenheit sollten nicht nur bei den Veranstaltern, sondern allgemein in der Segelszene zu einer neuen Debatte über Sicherheit führen.

So schön das Segeln ist, darf man die allgegenwärtigen Gefahren nicht vergessen. Selbst bei 25-30 Knoten kann eine brechende Welle oder andere Faktoren nicht nur an Deck arbeitende Crewmitglieder gefährden, auch im Cockpit oder an der Windsch sind wir immer einem gewissen Risiko ausgesetzt.

 

Gurte retten Leben

 

Das einzige, dass der Lebensgefahr auf einem Schiff entgegensteuert, ist das durchgehende tragen der Rettungsweste und einhängen mit der Lifeline an sicheren Punkten oder einem gut gespannten Strecktau. Neben Schwerwettersituationen ist auch das an- und ablegen ein Risikofaktor. Daher ist es in den nördlichen Ländern, wie Deutschland, Großbritannien und Skandinavien, völlig normal die Rettungsweste bereits vor dem Ablegen anzulegen. Der Fall Horrevoets zeigt auf, dass es selbst im Cockpit bereits zu spät sein kann.

Im Auto ist es selbstverständlich, einen Gurt anzulegen. Das Risiko bei einem Unglück tödlich verletzt zu werden ist dadurch rapide gesunken. Ähnlich beim Klettern: eine doppelte Sicherung durch zwei Karabiner ist wird bereits in den Einführungskursen eingemahnt. Der doppelte Karabiner hätte sowohl Speirs als auch Fisher vor der See bewahrt.

 

Ein weiterer Grund sich nicht erst bei Wind und Welle einzuhängen, ist gruppendynamischer Natur. Bei aufkommendem Wetter die Crew nach unten zu schicken verursacht Stress und das Gefühl „jetzt wird es ernst“. Wenn von Anfang an die Rettungsweste getragen wird und man eingepickt ist, kommt es gar nicht zu dieser „besonderen“ Situation, die sie auch nicht unbedingt ist. Die Crew kann sich so auf die Situation einstellen. Zusätzlicher Stress oder gar Panik ist sicherlich kein Vorteil, wenn es zur Sache geht.

 

Stars und Medienrummel

 

Die Vorbildwirkung durch Instruktoren, aber auch durch bekannte Stars der Segel- und Regattaszene, sollte nicht unterschätzt werden. Wenn in Fachmagazinen selbst die Profis des Volvo Ocean Race auf vielen Fotos keine Weste tragen, darf man sich nicht wundern, dass es die Hobbysegler ihnen gleich tun. „Wenn die selbst im Südpazifik darauf verzichten, brauche ich es in der Adria erst recht nicht“, werden sich dabei viele denken. Das ist aber eine Verkennung des Risikopotentials und daran tragen auch Profis und Medien eine Mitverantwortung.

Libby Greenhalgh, die mit dem Team Scallywag ihren Kollegen Fisher verlor, entgegnete Kritikern: “es wird immer Momente geben, in denen man beim bewegen über das Schiff nicht eingepickt ist“. Genau das bleibt zu bezweifeln. Nicht ohne Grund sind Kletterer zweifach eingepickt, um jederzeit das Leben am seidenen Faden zu sichern.

 

Unsere Partnerschulen leben eine durchgehende Rettungswestenpflicht und nehmen sich der Verantwortung an. Segeln ist eben nicht nur Hobby und Sport, sondern auch eine ernste Sache. Die See kann nämlich nicht nur unser bester Freund, sondern auch unser schlimmster Feind sein.

 

Dieser Text erschien in der Mai-Ausgabe des Ocean 7 - dem österreichischen Yachtmagazin. Das Jahresabo ist für alle Sail Austria Mitglieder inkludiert!

 

Text: Richard Gansterer / Rückfragen an office@sailaustria.at

 


1.8.2018/Ohne IC kein Charterschiff!

Kein Weg führt am IC vorbei!

 

Im Regelfall war man beim Chartern einer kroatischen Charteryacht mit dem FB2 Verbandsschein nicht mit Problemen konfrontiert. Doch heuer wurden bereits mehreren Personen von unterschiedlichen Charterfirmen die Bootsübernahme ohne Vorlage des International Certificate (IC) verweigert.

 

Wichtig es auch, bei einem Unfall mit dem richtigen Schein unterwegs zu sein, da dann die kroatischen Behörden sehr genau kontrollieren, im schlimmsten Fall steigt die Versicherung aus und man bleibt mit dem Schaden über.

 

Skipper, die den FB2 Schein bei einer Partnerschule von Sail Austria absolviert haben, können über das Verbandsbüro das IC zusätzlich zum FB2 unkompliziert beantragen lassen. Das IC erfordert keine weitere Prüfung, aber einen Erste Hilfe-Nachweis im Ausmaß von 16 Stunden, den man zum Beispiel beim Roten Kreuz und anderen Organisationen besuchen kann. Die Auffrischung und Vertiefung der Erstversorgungskenntnisse sind eine wertvolle Weiterbildung für Skipper.

Info und Hilfestellung bei der Erlangung des IC: office@sailaustria.at